Aktion in wo? Ah, Bielefeld…

Das gibt’s doch gar nicht……, nein, nicht Bielefeld ist gemeint.

Es ist real, der VCD hat mit einer Aktion in der Stapelhorststraße in Bielefeld auf den fehlenden Raum für Radfahrer und die damit einhergehende Gefährdung  der Radfahrer hingewiesen.

VCD Bielefeld Abstabd zu parkenden Fahrzeugen

Dass in diesem Zuge auch auf die von Autofahrern einzuhaltende  vorgeschriebene Abstandsregel beim Überholen von Radfahrern von 1.50m hingewiesen wurde, ist ebenso begrüßenswert. Der Bußgeldkatalog 2016 belegt das Überholen von Radfahrern mit zu geringem Abstand mit einer Strafe von 30€.

Die eingesetzten unsäglichen Schutzstreifen für Radfahrer, die kaum breiter als 80cm sind, sollen aus Sicht von hannovercyclechic lediglich dazu dienen, den Radfahrern vorzugeben, fahrt bloß nicht nebeneinander, unterhaltet euch nicht, kurz:

Stört nicht den Verkehr, der mit mindestens 50 km/h an euch vorbeirauscht!

Bauliche Hindernisse zur Verlangsamung des motorisierten Verkehrs, wie

  • eine erhöhte Anzahl von Fußgängerüberwegen
  • der Einsatz von Bremsschwellen bzw. Bremskissen
  • Aufpflasterungen mit Fahrradfurten in beiden Richtungen
  • Fahrbahnverengungen,
  • Verschwenken der Fahrbahn, um lange Sichtachsen, die zu höherer Geschwindigkeit verleiten, zu vermeiden

werden nicht in Betracht gezogen.

Bei aufkommender Kritik an Schwellen: Was ist mit den Rettungswagen, was ist mit dem Bremsen und Beschleunigen, muss die Frage erlaubt sein, warum z. B. in ganz Frankreich, Schwellen oder sogenannte „Kissen“ auf die man hoch- und wieder runterfährt zum Einsatz kommen.

Eine Antwortmöglichkeit ist, der Franzose fährt mit einem Kleinwagen in ein 3-Sterne-Restaurant, der Deutsche mit einer Oberklassenlimousine am Imbiss vor. Die Prioritäten werden also zu lasten der Schwächeren (Kinder, Fußgänger, Radfahrer, ältere Menschen) unterschiedlich gesetzt!

Wer glaubt, das Aufstellen von Tempo 30-Schildern würde das Problem lösen, kann von hannovercyclechic bei allem Verständnis nicht mehr Ernst genommen werden, so lange das Überschreiten von Geschwindigkeitsbegrenzungen wie in anderen europäischen Ländern (PDF-Datei) nicht merklich stärker sanktioniert wird.

Bei Überschreitung um 50 Km/h sind in Frankreich bis zu 1.500 €, in Großbritannien bis zu 3.500€ zu zahlen. Zum Vergleich: In Deutschland sind es ab 240€. Wer bereits in Frankreich und in Großbritannien Auto gefahren ist, weiß jetzt, warum er gerade auf Autobahnen und Schnellstraßen problemloser die Spur wechseln kann als in Deutschland.

Von der geltenden Höchstgeschwindigkeit in Frankreich von 130 km/h und in Großbritannien von 112 Km/h ganz zu schweigen…

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