Downloads und ‚Wie alles begann bei hannovercyclechic…

‚Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein‘, sangen Tocotronic 1995, und spätestens ab einem Kopenhagen-Aufenthalt Ostern 2015 war Euer werter Blogger Teil einer Bewegung, zwar (leider) nicht (mehr) einer Jugendbewegung, aber dafür ein kleines Zahnrädchen in der Welt der weltweiten Radfahrerbewegung und ein hoffentlich immer größer werdendes Sandkorn (Sandburg, Sandkasten, Sandstrand, Sandsturm) im Getriebe der milliardenschweren Autolobby…

[ NEU, NEU, NEU: Infomaterial, das hannovercyclechic-Manifest, Aushänge, die PlatzDa!-Hymne jetzt unter dem Menüpunkt Downloads auf dem Blog verfügbar ]

hannovercyclechic autofreier sonntag plakat

…die nachfolgende Mail aus dem April 2015 an einen Freund, nennen wir ihn der Einfachheit halber xxx, steht für den Erkenntnisgewinn des letzten Frühjahres und die bis heute anhaltende Motivation des gesamten, letzten Jahres den Radverkehr und damit eine lebenswerte Stadt mit Freunden, Bloggen, Netzwerken und Aktionen voranzubringen:

——– Ursprüngliche Nachricht ——–

Von: hannovercyclechic <hannovercyclechic@gmx.de>

Datum: 14.04.2015 21:50 (GMT+01:00)

An: xxx <xxx@gmx.net>

Betreff: AW: Unterschied Münster – Kopenhagen

Lesetipp: http://www.zukunft-mobilitaet.net/11804/analyse/fahrradstadt-muenster-probleme-radwegbenutzungspflicht-kritik/

Filmtipp: http://www.zukunft-mobilitaet.net/1181/urbane-mobilitaet/kopenhagen-radfahrer-radfahren-radwegenetz/

Der Unterschied ist einfach gesagt, dass die Regeln in Kopenhagen klar sind: Eindeutige Trennung aller Verkehrsteilnehmer, entscheidend ist die Zeit, die ich von A noch B brauche und das Sicherheitsgefühl, beides erreiche ich damit…

Die Konflikte Fußgänger/Radfahrer finden wegen dieser Trennung in Kopenhagen nicht statt, in Münster jedoch, da die Radwege dort nicht von den Gehwegen, sondern den Straßen abgeknipst worden sind, ergo Rad fahren ist zu langsam und nicht sicher, da u. a. rechts abbiegende Autofahrer die Radfahrer hinter der Reihe parkender Autos (zwischen Radweg und Straße) nicht rechtzeitig sehen.

In Kopenhagen parken an den Hauptstraßen keine Autos, d. h. auch bei Radweg links vom möglichen Parkstreifen gibt es keine Konflikte, da Autos den Radweg nicht kreuzen. Abgesehen davon gibt es natürlich Vorrangschaltungen an allen Ampeln, erst grün für die Radfahrer und dann grün für die Autos und grüne Welle für Räder und nicht für Autos…

Hammer und so einfach, wenn wir nur wollten… …und was kostet das im Gegensatz zu Straßenbau, so gut wie nix, steigert die Lebenszufriedenheit der Einwohner, mehr Leute ziehen in die Stadt, die Wirtschaftsleistung nimmst, die Menschen sind wegen der Bewegung und der geringeren Lärmbelastung gesünder, das Gesundheitssystem wird weniger belastet…

Kopenhagen am einem Dienstag fühlt sich an wie Hannover an einem Sonntag…

hannovercyclechic

…und die Antwort von Mister xxx dazu:

Von: xxx<xxx@gmx.net> Datum: 14. April 2015 um 23:54:14 MESZ An: hannovercyclechic <hannovercyclechic@gmx.de>

da bekomme ich Tränen in die Augen, wenn ich den Film sehe. Diese Massen an Radfahrern. Unglaublich. Das muss hier auch gehen. Stück für Stück. Ich bin an der Quelle. Gruß xxx

Was Mister xxx allerdings mit Quelle gemeint hat, Quelle-Shop zum Radersatzteile bestellen, Wunder-Wasserträger, dessen Flaschen nie leer werden oder der Hinweis ‚Wer zur Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen, weiß bis heute nicht, hannovercylcechic

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