UPDATE zum Beitrag: Autospur am Schwarzen Bären entfällt…

Stand der Dinge: Am 27.06.2016 ist die Baustelle am Schwarzen Bären zur Verbreiterung des Fuß- und Radweges auf der stadtauswärts führenden Seite des Capitol-Hochhauses eingerichtet worden. So wie es zur Zeit vor Ort aussieht wird die Rechtsabbiegespur in die Blumenauer Straße nur auf einer Länge von 50m vor dem Capitol und REWE City zurück gebaut. Der Bezirksrat Linden-Limmer hatte auf Antrag der Grünen im Stadtetil die Umwidmung der Autospur auf der gesamten Brückenlänge beschlossen!

hannovercyclechic baustelle schwarzer baer fuer radwegverbreiterung

Die Chance, eine Autospur über die gesamte Brückenlänge in einen asphaltierten, 2,50 breiten, baulich vom MIV getrennten Radweg nach Kopenhagener oder niederländischem Vorbild umzuwandeln, ist damit leider vertan. Der Bezirksrat Linden-Limmer hatte wie erwähnt mehrheitlich für diese Lösung votiert, die Verwaltung aber dagegen votiert. Die Autos könnten sich auf die Kreuzung Gustav-Bratke-Allee/Humboldstraße zurückstauen. Als wenn das die einzige Kreuzung wäre, an der sich durch den überbordenden Autoverkehr, one (Wo-) man in one car, der Verkehr staut. Da fragt sich hannovercyclechic ernsthaft wer hier im Ländle oder besser im Städtle das Sagen hat, die gewählten Politiker oder die Verwaltung.

Vgl. auch Banane, Nane, Nane, Du alte Frucht ich pell‘ Dich!?  Was wird die Verwaltung als Argument vorbringen, wenn der Bezirksrat Linden-Limmer beschließt, dass die Parkplätze auf dem Lindener Markt unter den Bäumen entfallen sollen. Gespannt und gebannt abwartend…, auch was auf der stadteinwärts führenden Seite vor dem ‚Harp‘ getan wird, wo die Situation nur etwas weniger desaströs ist:

(Kinder, wie die Zeit vergeht! und mehr zur Vorgeschichte im Beitrag: Schwarz, schwärzer, am schwärzesten Quelle der Grafiken: Blog von Daniel Gardemin)

Hier der Beitrag vom 6. Februar 2016 in voller Länge:

Autospur am Schwarzen Bären entfällt…

— Es geschehen noch Zeichen und Wunder! —

…zugunsten eines RADWEGES auf der Seite des Capitols!

Nicht nur vor dem Capitol, sondern auf der gesamten Länge der Brücke, 2,50m breit und in beide Richtungen befahrbar, höhergelegt mit Hochbordstein! Lediglich die Poller, deren Fehlen an anderer Stelle hannovercyclechic bereits im Beitrag Ein Plädoyer für Poller! aufgezeigt hat, sind von CDU und SPD abgelehnt worden, Warum eigentlich? Schreib’s als Kommentar Du CDU und Sie SPD! Die Grünen im Bezirksrat Linden-Limmer hatten über den Radweg hinaus übrigens auch eine Abpollerung gefordet, um den Radweg nicht gleich wieder durch parkende Taxen und Lieferfahrzeuge ad absurdum zu führen! Aber auch die Poller werden irgendwann kommen, prophezeit hannnovercyclechic.

Jetzt fehlt nur noch die Wiederherstellung des Radweges stadteinwärts, der auf dem rechten Bild oben gut zu erkennen ist!

Sogar die BILD-Zeitung nimmt, bis auf die übliche reißerische Überschrift, im Artikel Stadt klaut Autospur den Ball auf und lässt Passanten zu Wort kommen, die für einen Veränderung im Sinne der Fußgänger und Radfahrer sind. Hä, BILD, umnachtet oder hast Du Dein Ohr tatsächlich an der Stimme des kleinen Mannes bzw. der kleinen Frau, dem bzw. der inzwischen dämmert, dass das nervt mit den Autos, erst recht, wenn man sich keinen dicken Schlitten leisten kann. Apropos ‚Kampf den Schlitten und Parkplätzen‘ oder wie das früher hieß?

Die Frage sei erlaubt, wer hier wem was geklaut hat, nachdem Jahrhunderte lang Fußgänger und ein Jahrhundert lang Radfahrer die Brücke alleine genutzt haben! Schön ist diese Grafik von www.copenhagenize.com dazu:

a short history of traffic engineering

Hatte hannovercyclechic sich noch ohne Hoffnung auf Besserung die Mühe gemacht die verkorkste Situation am Schwarzen Bären im Beitrag Schwarz, schwärzer, am schwärzesten… zusammenzufassen, ist ein Happy End in greifbare Nähe gerückt!

Ganz entzückt, hannovercyclechüc

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5 Gedanken zu “UPDATE zum Beitrag: Autospur am Schwarzen Bären entfällt…

  1. […] weiterlesen unter hannovercyclechic.wordpress.com […]

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  2. Habe letzte Woche auf dem Weg zu Rewe, gesehen, dass dort Markierungsarbeiten im Gange waren, diese Woche konnte ich diese dann „in Gänze“ beobachten – wie es aussieht, ist jetzt ab ca. Mitte der Brücke Richtung Schwarzer Bär die rechte Spur als Parkplatz (?) markiert, allerdings so, dass die Autofahrer die Pfeile, die sie auf die Linke Spur leiten sollen, einfach ignorieren und bis zum Capitol gradeaus fahren. Vielleicht sollte der Bezirksrat da noch einige Poller fordern, so hätte sich die Stadt die Kosten für die Markierung auch gleich ganz sparen können.

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    • Gut beobachtet, Wobintosh. Der Bezirksrat hatte ursprünglich gefordert, dass die rechte Fahrspur über die gesamte Brücke in einen Radweg umgewandelt werden solle. Die Verwaltung hat das mit der Begründung abgelehnt, dass die rechte Fahrspur für den motorisierten Verkehr erhalten bleiben müsse, um einen Rückstau bei roter Ampel am Schwarzen Bären auf die Kreuzung an der Gustav-Bratke-Allee zu verhindern. Kurios ist: Die rechte Fahrspur wird so gut wie gar nicht genutzt, weil alle Fahrer wegen der Befürchtung am Ende nicht auf die linke Spur eingelassen zu werden lieber gleich auf der linken Spur bleiben.Die rechte Spur verfehlt folglich ihr von der Verwaltung zugeordnete Funktion. Anstatt aber jetzt dem Antrag des Bezirksrates zu folgen, wird eine Parkzone mit eingeschränktem Halteverbot auf der rechten Fahrspur markiert und mit Schildern ausgewiesen. Jetzt könnte man meinen, die LKWs, die regelmäßig direkt auf Platz „Schwarzen Bär“ und dem Radweg in der Blumenauer Straße stehen, sollen die neu eingerichtete Parkzone auf der rechten Fahrspur nutzen. Wie das gehen soll bei der Bordsteinhöhe zwischen Fahrspur und Radweg ist allerdings fraglich. Abgesehen davon, dass der Radweg über die Brücke damit von Hubwagen und Gitterboxen schiebenden Lieferanten beeinträchtigt werden würde. Puh, Wat is‘ die Welt kompliziert, das sehen Klein-Erna und Fritzchen schon am Schwarzen Bären.

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      • Der Getränkelaster, der neulich am Capitol stand, hat ganz am Ende der Spur gehalten, so wie vor der Markierung. Poller o.ä. würden ja wohl nicht die Welt gucken, aber die Prioritäten der Stadt Hannover liegen ja bekanntlich woanders.

        Sehr schön ist übrigens, darauf möchte ich bei dieser Gelegenheit auch mal hinweisen, der „Radweg“ zwischen Schlossstraße und Calenberger Straße/Archivstraße. Vielleicht 50 Meter, zur Hälfte mit zwei Spuren markiert, endet in einer Kurve, wo zwischen den beiden „Fahrspuren“ ein Poller steht. Unnötig zu erwähnen, dass die Kurve eher mäßig einsehbar ist.

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  3. Wow, Wobintosh, Wolfsburg hin oder her, wir glauben, du hättest das Zeug, fa-b(ian)elhafte Ga-stbeiträge zu Ha-nnovers Radverkehr (unter dem Pseudonym faGaHa) auf dem Blog zu schreiben und auch auf dem PlatzDa!_ist _hannovercyclechic-Account auf Instagram: http://www.instagram.com/lustauffahrrad würden sich Fotos und kleine Geschichten von dir gut machen… Check?!

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