Sommerlochfüllung: DIY ‚Verkehrskonzept Linden-Mitte‘ TEIL 2

Was bisher geschah auf dem hannovercyclechic-Blog geschah…, das ‚Verkehrskonzept Linden-Mitte‘ TEIL 1 sieht vor

  • ‚Teilung‘ des Stadtteils für den motorisierten Durchgangsverkehr am Lichtenbergplatz
  • Schaffung von Einbahnstraßen, die durch den gewonnenen Straßenraum Radwege zulassen
  • Ausweisung von Anwohnerstraßen mit max. 10 km/h für den motorisierten Verkehr
  • Abpollerung der Straßen auf die Fahrbreite eines Fahrzeugs, um ‚wildes Parken‘ auszuschließen
  • Für Radfahrer durchlässige Straßensperrungen, um Auto-‚Schleichwege‘ zu verringern
  • Anwohnerparkausweise und -Zonen wie in anderen Teilen Hannovers
  • UPDATE: Beitrag auf ‚m Blog zu Autofreien, temporären Spielstraßen und Fortsetzung dazu

Nu, in Teil 2 wird es konkret, also Fette bei die Kette. Im ersten Plan ist die motorisierte Verkehrsführung im Teil-Stadtteil Linden-Mitte dargestellt.

hannovercylcechic verkehrskonzept linden-mitte nur verkehr

Der Lichtenbergplatz bildet das Zentrum des Konzeptes. Sowohl von der Gartenallee als auch von der Wittekindstraße aus kann er angefahren werden, aber nicht mehr durch (!) fahren werden. Ab dem Platz führen Einbahnstraßen den motorisierten Verkehr im Kreis zurück.

Die Stephanusstraße wird ab dem Küchengarten bis zum autofreien Lindener Markt zur Fußgängerzone. Die Bushaltestelle am Lindener Markt wird an die Straßenbahnhaltestelle in der Falkenstraße verlegt. Der Bus fährt über die Falken- und Blumenauerstraße zum Küchengarten bzw. andersrum. (Auch die Deisterstraße wird von der von-Alten-Allee bis zum Allerweg autofrei.)

Lediglich die Fössestraße, die Wittekindstraße/Gartenallee und die Falkenstraße/Badenstedter Straße sind in Ost-West-Richtung bzw. entgegengesetzt mit Tempo 30 (blau), ‚Tempo 30, hast Du noch alle Latten am Zaun?‚, zu befahren. In Nord-Süd-Richtung sind dies die Blumenauerstraße, die Nieschlag- und  Brauhofstraße und die Bardowicker Straße.

Auf den übrigen, zumeist Einbahnstraßen (grün, mit Pfeil) gilt 10 km/h. Einige Straßen bleiben den Anwohnern (grün mit A im Kreis) vorbehalten, z. B. die von-Alten-Allee, teilweise die Rampenstraße und die Hohe Straße. Dead-Ends in der Jacobsstraße, der Erichstraße und anderen verhindern Schleichwege für PKWs durch reine Wohnstraßen.

Der zweite Plan zeigt die Radrouten im und durch den Stadtteil. Überflüssig zu erwähnen, dass die Straßensperrungen für PKWS etc. Radfahrer durchlassen, wir sind hier ja schließlich bei hannovercyclechic im/auf ‚m Block/Blog.

hannovercylcechic verkehrskonzept linden-mitte nur radrouten

Die absichtlich ‚Radrouten‘ genannten Radwege für Pedaleure und -innen gestalten sich je nach Breite der Fahrbahn unterschiedlich. In breiten Straßen wie der Minister-Stüve-Straße (siehe TEIL 1) werden separate, bi-direktionale Radwege entlang der längs parkenden Autos hergestellt. Diese Radwege befinden sich auf der Beifahrerseite der Fahrzeuge, um die Gefahr des sogenannten Doorings (Autotür öffnet sich, Radfahrer fährt dagegen) zu verringern.

In der Fußgängerzone auf der Stephanusstraße wird ein ‚tiefer gelegter‘ bi-direktionaler, eingefärbter, asphaltierter Radweg gebaut, der – hört, hört, wie bei Straßen üblich – an definierten Stellen auf einem Zebrastreifen überquert werden kann. (siehe auch den Vorschlag zur Limmer Straße hier aufm Blog) In Holland und Dänemark gang und gäbe, nur der deutsche Michel glaubt aber immer noch, die spinnen die Römer, äh, Dänen. Funktioniert aber, da auch die Radfahrer diszipliniert werden, anzuhalten, wenn ein Fußgänger den Radweg am Zebrastreifen überqueren will. Ganz abgesehen davon, stellt ein Rad, das nicht anhält, beileibe nicht im mindestens die Gefahr eines 2t-Blechungetüms für Grundschüler auf dem Schulweg z. B. am Lindener Markt (LINK) dar.

Auf der Falkenstraße, der Egestorffstraße und der Badenstedterstraße entfallen auf einer Seite die Stellplätze um einen mit Pollern baulich getrennten Radweg führen zu können. Die Fössestraße wird auf eine Fahrspur für den motorisierten Verkehr reduziert und erhält somit von der Königsworther Straße bis zur Nieschlagstraße Radwege in beide Richtungen mit einer Breite von 2,50m. Von der Nieschlagstraße bis zur Bardowicker Straße wird verfahren wie zuvor für die Falkenstraße beschrieben.

In Wohnstraßen, in denen für motorisierte Verkehrsteilnehmer Tempo 10 gilt, teilen sich die Verkehrsteilnehmer in der Regel den Straßenraum.

Die Rad-Querung des Küchengartens wird wie im Bezirksrat beantragt im Zuge des (unsäglichen) Hochbahnsteigneubaus neu gestaltet. Der schwarze Bär wird wie bereits beschlossen und dargestellt: Autospur am Schwarzen Bären entfällt… verändert.

Im letzten Plan sind die motorisierten Verkehrsführungen im Stadtteil und die Radrouten durch den Stadtteil gemeinsam dargestellt.hannovercylcechic verkehrskonzept linden-mitte verkehr und radrouten

Nach soviel trockenem Zeugs gibt’s demnächst die erste Kollektion namens hannovercyclechic-eria, in der darauf folgenden Saison abgelöst von hannovercyclechic-imici, in Zusammenarbeitt mit der Hochschule für Modedesign in Hannover,

…ach Ihr Süßen — bis bald in Mailand oder Paris, egal, Hauptsache Spanien — Euer Karl ‚hannovercyclechic‚ Joop

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