Politisches Forum zum Radverkehr in Hannover

Der ADFC Hannover Stadt veranstaltet am Montag, 22. August 2016, um 19:00 Uhr ein

Politisches Forum zum Thema „Radverkehrssituationen und -planungen in Hannover“

im Pavillon, Kleiner Saal, Lister Meile 4, 30161 Hannover.

Die gut gemachte aktuelle HannoRad-Ausgabe 2/2106 stellt im Vorfeld des Forums die Positionen der Parteien in Hannover vor. Die  Aussagen reichen von „Der Stand des Ausbaus und Zustand der Radwege ist gut“, ja richtig gehört, das sagt die FDP (wiewolltihrdaüber5%kommen?) und „Rückbau von Verkehrs- und Parkflächen“ der Grünen, die mal wieder die unpopulären, aber für die Gesellschaft so wichtigen Themen (Veggie Day statt übermäßigem Fleischkonsum, Steuererhöhungen statt -erleichterungen, Parkflächenabbau statt Straßenbau) aufgreifen. (wiewolltihrdaüber25%kommen?) Die Positionen der Parteien gibt es online auch hier beim ADFC Hannover Stadt.

Anmeldungen werden von der ADFC-Geschäftsstellenleitung unter a.nyhuis@adfc-hannover.de entgegengenommen.

Nach soviel warmen Worten in der HannoRad, der Mitgliederzeitschrift des ADFC in der Region Hannover, muss hannovercyclechic sich ja auf den Radweg (und sicher nicht auf den Cityradring) in den Pavillon machen, getreu dem Motto der Rubrik: Der Blog, der dahin geht wo ’s wehtut, in der ramponierte Radwege dieser Stadt passend zum Politischen Forum vorgestellt werden.

hannovercyclechic in der hannorad 2 2016

Mehr zu ‚hannovercyclechic in den Medien‘ unter dem Punkt Presse im Hauptmenü.

Um ein bisschen Schelte am Ende kommt aber auch  die HannoRad nicht herum, ist ja schließlich kein Kuschel-Rock, äh…, -Blog hier: Statt einer ausführlichen Berichterstattung über den vermaledeiten City-Radweg (mit Heinzelmännchen als Kennzeichnung), der Radfahrer um die City herum leiten soll, wünscht sich hannovercyclechic-eria lieber Forderungen des ADFC Hannover wie

„Nur ein direkteres Durchfahren der City als bisher verkürzt die Fahrzeit für Radfahrer, bevorzugt die leise und umweltschonende Mobilität und führt zur von der Stadt Hannover gewünschten Erhöhung des Radverkehrsanteil.“

Warum führt nicht ein separater Radweg wie auf dem Superskilenplatz in Kopenhagen durch Hannovers Fußgängerzone?

Platz wäre genug in der Fußgängerzone wie die folgenden Bilder zeigen, zumal das Radfahren in der Allee bis Schillerstraße jetzt schon frei ist.

„Jeder Radweg in Hannover, auch der Cityradring, muss in einer einheitlichen Farbe (rot wie in Holland oder Kopenhagen) eingefärbt werden und neue Radwege asphaltiert sein.“

Film aus Tilburg in Holland dazu gefällig? Bitte! Danke!

„Nur der Rückbau von freien Rechtsabbiegerspuren und die Umgestaltung von Kreuzungen mit Bordsteininseln nach holländischem bzw. amerikanischem (!) Vorbild schützt Radfahrer vor Abbiegeunfällen.“

Man stelle sich den Umbau der Kreuzung Hamburger Allee/Celler Straße vor oder gar die Forderung des ADFC an den Rat der Stadt Hannover diese Kreuzung in den nächsten zwei Jahren als Pilotprojekt Radfahrer freundlich und sicher umzubauen. Unglaublich, warum eigentlich?

So ähnlich sollten sichere Kreuzungen gestaltet sein (Grafik: Corinna Fischer; Quelle: Volksentscheid Fahrrad)

Kein Geld da? Pah, das hannovercyclechic nicht lacht… Geld gibt’s genug, nur nicht für den Radverkehr, für die Mobilität der Zukunft, für die  Gesundheit der  Menschen in unseren Städten. Nur mal so als Vergleich: 2103 hat sich die Stadt Hannover vorgenommen 50 Mio. € (in Zahlen 50.000.000 €) im Sonderprogramm für Straßensanierung von 2014 bis 2019 zusätzlich zu den laufenden Kosten der Instandhaltung etc. für die Infrastruktur des motorisierten Verkehr auszugeben.

Quo vadis, ADFC, fragt sich hannovercyclechic

 

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Ein Gedanke zu “Politisches Forum zum Radverkehr in Hannover

  1. „Quo vadis, ADFC?“ Das frage ich mich auch öfter. Ausgerechnet die Interessenvertretung der Radfahrer vertritt in meinen Augen (als Radfahrer) Standpunkte, die in die falsche Richtung gehen. Die Niederlande und Dänemark machen vor, wie gute Radinfrastruktur aussieht: Nämlich getrennt vom Auto- und vom Fußverkehr, ausreichend breit zum Nebeneinanderfahren und Überholen, gut und komfortabel zu befahren durch eine der Fahrdynamik angepasst Bauweise (keine engen Zickzackwege).

    Ganz wichtig ist dabei die subjektive Sicherheit der Radfahrer. Nur wenn Radwege subjektiv als sicher empfunden werden, sind diese attraktiv, werden von ALLEN genutzt und führen zu steigener Nutzung. Die Erhöhung der objektiven Sicherheit muss sowieso gegeben sein.

    Zu guter letzt ist eine sinnvolle Netzplanung wichtig, die dem Radverkehr durchgehende vorrangige Routen auch abseits der Hauptstraßen zur Verfügung stellt.

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