Veranstaltung mit hannovercyclechic: Gesund durch Stadtplanung?

…fragen sich die PlatzDa!-Aktivisten (Hier ein Film einer PlatzDa!-Aktion) ja schon seit längerem und deshalb darf hannovercyclechic als Vertreter derselben seinen Senf bei folgender Veranstaltung dazugeben:

Gesund durch Stadtplanung? – Ein Dialogabend im Rahmen des Novembers der Wissenschaft

am Donnerstag, den 10.11.2016, um 18.30 Uhr, VERDI-Höfe, Goseriede 10, Hannover.

Mit einem illustren Kreis von Fachleuten und Politikern (siehe unten) geht es unter anderem um „Wie können Städte so geplant werden, dass sie die Gesundheit Ihrer Bewohner fördern?

(hannovercyclechic-Einschub: Bestimmt nicht so wie in der HAZ von gestern vermeldet, in dem Ampelphasen für den motorisierten Verkehr in der Innenstadt verlängert werden. Die viel geforderte „Grüne Welle“ hat noch nicht in einer Stadt dieser Welt den Verkehrskollaps gelöst oder die Luftverschmutzung erheblich verringert. Wie soll das auf allen Strecken in einer Großstadt mit Kreuzungen noch und nöcher funktionieren? Milchmädchenrechnung: Hat der eine Grün, hat der andere rot!)

PlatzDa!-Hymne

Die PlatzDa!-Hymne (als PDF-Download)

Teilnehmer sind neben hannovercyclechic:

  • Prof. Dr. Sabine Baumgart (Fakultät Raumplanung der TU Dortmund)
  • Prof. Dr. Axel Priebs (Umweltdezernent der Region Hannover)
  • Maaret Westphely (Landtagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen)
  • Michael Heesch, (Fachbereichsleiter Planen und Stadtentwicklung der Stadt Hannover)

Der Eintritt ist frei. Veranstalter sind das Bürgerbüro Stadtentwicklung aus Hannover und die Akademie für Raumforschung und Landesplanung aus Dortmund.

Passend hierzu einige Literaturtipps, die jeder Liveable City-Aktivist unter dem Kopfkissen liegen haben sollte:

Camillo Sitte – Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen

‚Sitte betonte die Bedeutung von Freiflächen, Plätzen, Gärten, Höfen und gekrümmten Straßen für ein positives, dem menschlichen Empfinden zuträgliches Erleben von Stadträumen mit Atmosphäre.

Sitte vertrat die Gedanken der Freihaltung von Platzmitten, der Geschlossenheit von Plätzen, der Anlage von Platzfolgen…

Im Zentrum seiner Betrachtungen stand der städtische Platz, […] Zentrale Plätze sollten ein „Sonntagskleid“ erhalten und „zum Stolz und zur Freude der Bewohner, zur Erweckung des Heimatgefühles, zur steten Heranbildung großer edler Empfindungen bei der heranwachsenden Jugend dienen“.‘ (Quelle: Beitrag bei Wikipedia)

Jane Jacobs – Tod und Leben großer amerikanischer Städte

Jane Jacobs propagierte 1961 in ihrem bald als epochal empfundenen Buch über „Tod und Leben großer amerikanischer Städte“ als erste wieder die vielfältig genutzte, stark verdichtete und politisch dezentralisierte Stadt.

Der durchschnittliche humorlose Planer mit dem müden Blut des Bürokraten verfällt dabei leicht in Expertengläubigkeit und Verwaltungsstarre und kapituliert zu schnell vor Investoreninteressen und fadenscheinigen Zeitplänen. Damit aus der „idealen Vorstadt“ aber keine tote Musterstadt wird, sollte sich der Planer der Kompetenz der Bevölkerung bedienen.‘ (Quelle: Artikel in der Zeit)

Jan Gehl – Städte für Menschen

brand eins: Herr Gehl, woran erkennt man die Lebensqualität einer Stadt?

Jan Gehl: Es gibt einen sehr simplen Anhaltspunkt. Schauen Sie, wie viele Kinder und alte Menschen auf Straßen und Plätzen unterwegs sind. Das ist ein ziemlich zuverlässiger Indikator. Eine Stadt ist nach meiner Definition dann lebenswert, wenn sie das menschliche Maß respektiert. Wenn sie also nicht im Tempo des Automobils, sondern in jenem der Fußgänger und Fahrradfahrer tickt. Wenn sich auf ihren überschaubaren Plätze und Gassen wieder Menschen begegnen können. Darin besteht schließlich die Idee einer Stadt.‚ (Quelle: Interview in der brand eins)

Mit einem Filmtipp hinterher und obendrauf: Trailer zu ‚The Human Scale‘ von Jan Gehl grüßt Euch von den hoffentlich bald (Privat-)autofreien Stadtplätzen dieser Stadt, Eure hannovercyclechic-eria

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