Die Neue Presse über Parkplatznot und Anwohnerparkzonen

Die Neue Presse hat in einem Artikel das Thema Anwohnerparken aufgegriffen: Parkausweise in Hannover eine Lösung?

anwohnerparken-stadt-anzeiger-west

In Göttingen setzt die Stadt seit einiger Zeit verstärkt auf die Einrichtung von Anwohnerparkzonen. Das folgende Zitat aus dem HAZ-Artikel zeigt, warum Anwohner noch zusätzlich profitieren:

„Wichtiger Nebenaspekt des Konzepts ist der entstehende Druck auf Unternehmen. Die Arbeitgeber hatten zuvor keinen Handlungsbedarf, jetzt aber müssen sie für ihre Mitarbeiter Parkraum nachweisen“, sagt Johannson. Einige hätten bereits Parkplätze geschaffen, die Uni-Klinik (in Göttingen) baue derzeit ein Parkhaus. Eine Entlastung, ausgelöst durch den heilsamen Druck der Parkraumbewirtschaftung.“

Für Linden könnten Anwohnerparkzonen z. B. in der Nähe des Ihmezentrums bedeuten, dass die großen Ankermieter, die Stadt Hannover und enercity (oder wer nach dem Auszug die enercity-Flächen anmietet), Parkplätze in den leer stehenden Tiefgaragen des Ihmezentrums anmieten müssten. Die Mitarbeiter dieser Unternehmen würden dann nicht mehr die Wohnstraßen der benachbarten Stadtteile zuparken. Das Ganze wäre dann sozusagen WIN hoch 5.

  1. WIN für die Mitarbeiter: Kein Rumkurven mehr und trockenen Fußes zum Arbeitsplatz.
  2. WIN für Arbeitgeber: Zufriedene Mitarbeiter
  3. WIN für Anwohner: Weniger Parksuch- und Durchgangsverkehr im Stadtteil, mehr #PlatzDa! für alle Kinder etc. in den Straßen und weniger eigene Parkplatzsuche bei überschaubaren Kosten (Anwohnerparkausweis in Hannover: 30,70 € pro Jahr)
  4. WIN für die Umwelt und die Gesundheit: Muss nicht erklärt werden, oder?
  5. WIN sogar für den Großeigentümer des Ihmezentrums: Durch Miteinahmen der Tiefgaragen

hannovercyclechic-stadt-anzeiger-west-kommentar

Juliane Kaune schreibt in Ihrem Kommentar im Stadtanzeiger West richtigerweise, dass die Politik das Anwohnerparken auf die Agenda nehmen müsse. Das reduziert nicht nur den Parksuchverkehr der Anwohner, sondern verringert auch den Durchgangsverkehr mit Lärm und Abgasen in unseren Wohnvierteln. Zudem ergibt sich für einige Pendler der Anreiz auf alternative Fortbewegunsmittel, wie dien ÖPNV oder das Rad umzusteigen.

Entspann dich, Deutschland - TK-Stressstudie 2016

Die Stressstudie 2016 der Techniker Krankenkasse hat herausgefunden, dass der viertgrößte Stressgrund der Deutschen die Teilnahme am Straßenverkehr ist, wie überraschend.

Da sollte sich mit jedem weniger gefahreren Kilometer im Auto sollte der Stress sowohl für den Fahrer, der im Stau steht und für die Parkplatzsuche um den Block kurvt, als auch für die übrigen Verkehrsteilnehmer auf dem Rad oder zu Fuß und die Anwohner verringern.

Anwohnerparken wird übrigens auch Thema bei der Podiumsdiskussion „Wie wollen wir leben in unseren Stadtteilen (und Städten)?“ am 09.02.2017 im Lindener Rathaus sein.

Mehr Links zum diesem  Thema und darüber hinaus in der Rubrik Linktipps der Woche

Advertisements

Ein Gedanke zu “Die Neue Presse über Parkplatznot und Anwohnerparkzonen

  1. Da gibt es also ein leerstehendes Baugrundstück. Und weil es nicht eingezäunt ist und nicht genug Kinder im Stadtteil leben, die das leerstehende Baugrundstück für sich in Anspruch nehmen, wird darauf mehr oder weniger „wild“ geparkt. Oder hat die Stadt Gebühren dafür erhoben? Wie zum Beispiel in der Adolphstraße in der Calenberger Neustadt Parkgebühren erhoben werden für das Parken auf einem Grundstück, das als Baugelände vorgesehen ist.
    Jetzt wird endlich gebaut und von manchen Autofahrern wird geschimpft. Sehen die Stadt in der Pflicht für Ersatzparkflächen zu sorgen für Parkplätze, die niemals solche gewesen sind. Jetzt rächt sich, dass die Stadt nicht rechtzeitig eingeschritten ist und das Grundstück eingezäunt hat, um dort „wild“ parken zu verhindern.
    Genau so rächt es sich jeden Tag, dass die Ordnungsbehörden jede Nacht alle Augen inklusive Hühneraugen zudrücken, wenn mal wieder auf Geh- und Radwegflächgen in engen Kurven und auf Bürgersteigabsenkungen geparkt wird. Denn was nachts gilt sagen sich zunehmend immer mehr Falschparker, dass nämlich Falschparken nicht geahndet wird, das müsse auch tagsüber gelten. Und so wird nicht nur in der Nacht sondern zunehmend auch bei Tag immer dreister falsch geparkt.
    Und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verkehrsaußendienstes werden zunehmend übler beschimpft.
    Und die Kinder bleiben immer öfter in der Wohnung hocken, ist ja auch viel zu gefährlich draußen bei den vielen Autos und die Luft ist da auch nicht gut.
    Jetzt online unterschreiben bei openpetition.de:
    Stickstoffdioxidbelastung in Hannover senken! Jetzt!
    https://www.openpetition.de/petition/online/stickstoffdioxidbelastung-in-hannover-senken-jetzt
    Unterschriftenlisten zum handschriftlichen Unterschreiben liegen unter anderem aus bei Biologisch in der Stephanusstraße, den Waschweibern am Küchengarten und beim Räderwerk in der Nordstadt!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s