UPDATE: Linden als lebenswertes Quartier der Zukunft?!

Loic Besnier, PlatzDa!-Mitmacher und in Linden lebender, gebürtiger Franzose, stellt die Ergebnisse des 2015 erarbeiteten Konzeptes „Auf dem Weg zum Quartier der Zukunft, Linden als Leuchtturmprojekt?“ vor. (Mehr Pläne siehe weiter unten im Beitrag)

Loic wird am 09.02.17 ab 18.00 Uhr vor der Veranstaltung „Wie wollen wir leben in unseren Stadtteilen und (Städten)?“ im Lindener Rathaus mit Plänen und Unterlagen Interessierten im Gespräch Auskunft geben und Fragen beantworten.

platzda-aktivisten-loic-besnier-und-sabine-weber

Für mehr Sicherheit und Lebensqualität im Quartier sowie einen ambitionierten Klimaschutz wünschten sich Loic und die übrigen Beteiligten von der Stadt Hannover die Umsetzung folgender (teilweise nachträglich ergänzter) Empfehlungen:

  • BürgerInnen bei der Verkehrs- und Mobilitätsplanung aktiv beteiligen
  • Autoarme Wohnquartiere gestalten für mehr Lebensqualität (Neubau &  bestehende Quartiere)
  • Anbindung der Stadtteile an die Innenstadt mit einem autofreien Netz von Straßen und Wegen (angenehmes, schnelles und sicheres Vorankommen für Fuß- und Radverkehr)
  • Mobilitätsalternativen zum motorisierten Verkehr etablieren und fördern (Prämie für Lastenradkauf, Anlieferung mit E-Cars etc.)
  • Verringerungd es Durchgangsverkehrs durch Einbahnstraßen oder Sackgassen für den motorisierten Verkehr
  • sichere Kreuzungen durch Abpollerung zur Verhinderung von wildem Parken
  • plausibles & gut ausgebautes Radwegenetz
  • kostengünstiger Fahrrad- und Lastenradverleih
  • Geschwindigkeitsreduzierung des motorisierten Verkehrs durch bauliche Maßnahmen wie Schwellen, Aufpflasterungen, Fahrbahnverengungen
  • Ampelschaltung zugunsten der FahrradfahrerInnen
  • Infrastruktur von baulich gesicherten Straßenquerungen, die die Einrichtungen für Kinder, Schulen, Bücherei, Spielplätze etc.,verbinden und damit sicher erreichbar machen
  • Luftstationen für Fahrräder
  • Anwohnerparkzonen und Anwohnerstraßen
  • flächendeckendes Carsharing-Stationen-Netz
  • bezahlbarer und gut ausgebauter ÖPNV
  • Mobilitätspoint für Quartiere anbieten (mit Information und Buchung für ÖNPV, Carsharing, Fahrgemeinschaft und Fahrradausleihe)
  • Sitzplätze statt Stellplätze: Öffentlichen Raum wieder für die Menschen nutzbar machen
  • Umwidmung von Parkplätzen zu Radabstellplätzen vor Mehrfamilienhäusern, Geschäften und öffentlichen Einrichtungen
  • mehr Grünflächen und Plätze zur Erholung, Möglichkeiten für Urban Gardening
  • Parkraumbewirtschaftung einführen: Quartierparkplätze für AnwohnerInnen und Gewerbe am Rand schaffen

Hier der ursprüngliche Beitrag auf dem Blog vom 10. März 2016:

Im Rahmen des löblicherweise von OB Schostok angestoßenen Stadtteildialoges 2030 haben sich engagierte Bürger Gedanken über einen für mehr Lebensqualität autoarmen Stadtteil Linden-Mitte gemacht und in einem Positionspapier ‚Linden als Leuchtturmprojekt‘ (PDF-Datei) zu Papier gebracht. Überschneidungen mit hannovercylcechics Gedankenspiel  Auto go, ach nee…, drive home! und dem Antrag Verkehrskonzept Küchengarten (PDF-Datei) der Grünen im Bezirksrat Linden-Limmer oder der Einbindung des Ihme-Zentrums in den Stadtteil von Gerd Runge sind rein zufällig.

In der Gesamtübersicht werden die vier Bausteine A: Küchengarten zum Lindener Markt, B: Lichtenbergplatz, C: Lindener Marktplatz, D: Gartenallee dargestellt.

hannovercyclechic Linden als autoarmes Quartier 1

Baustein A: Die Stephanusstraße wird zur autofreien Meile mit Läden, Cafés und Aufenthaltsangeboten für Alt und Jung, siehe auch: Autofreie Plätze, wo soll das nur hinführen…

hannovercyclechic Linden als autoarmes Quartier 2

Baustein B: Der Lichtenbergplatz wird zu einer grünen Oase, vergleichbar mit der Fata Morgana in München!

hannovercyclechic Linden als autoarmes Quartier 3

Baustein C: Der Lindener Marktplatz, die Schwalenberger Straße und die Egestorffstraße werden autofrei, damit es nicht mehr so aussieht: Autofreier Dienstagabend auf dem Lindener Markt…

hannovercyclechic Linden als autoarmes Quartier 4

Baustein D: Die Anbindung an die Stadt leistet keine Fahrradstraße, sondern (hannovercyclechic-Ergänzung des Konzeptes!) ein vom motorisierten Verkehr separierter Radweg wie hier dargestellt: Gott schütze die Radler oder Protected Bike Lanes…

hannovercyclechic Linden als autoarmes Quartier 5

Wow,  so baff wie Ganzbaf in ‚Asterix bei den Normannen‘ von soviel Engagement, hannovercyclechic

P.S. Eingeladen hatten der Wissenschaftsladen Hannover und der VCD Niedersachsen. (Wechsel jetzt vom ADAC zum VCD!)

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2 Gedanken zu “UPDATE: Linden als lebenswertes Quartier der Zukunft?!

  1. Ihr wollt Quartiersgaragen? Ja, dann müsst ihr die CDU wählen:
    http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/So-will-die-CDU-gegen-die-Parkplatznot-vorgehen

    Neue Parkplätze schaffen für noch mehr Autos. Nur bitte nicht vor meiner Tür. Dort nur Anwohnerparken. 😉

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  2. Wir können ja die Quartiersgarage für Linden auf dem Lindener Marktplatz bauen. 🙂 Ja mal mit guten Beispiel vorangehen, liebe Aktivisten. Das wird Klasse. Das Erdgeschoss bietet Wetterschutz für die Marktstände. Fahrradboxen mit dabei. Platz für eine kleine Kita bekommen wir auch hin. Thiele mach’ doch mal ne Grafik! Oben auf dem Dach ein cooles Cafe. Und alles so schön zentral. Ich freu mich drauf.:-)

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