„Hannover cycled chic in…“ Utrecht: #4 Der Film und ein Artikel auf www.bikecitizens.net

Sascha Priesemann, freier Journalist und ADFC-Mitglied, war Teil der hannovercyclechic-eria, die Anfang Mai die ausgezeichnete Fahrradhauptstadt der Niederlande Utrecht besucht hat.

In einem Artikel auf www.bikecitezens.net berichtet Sascha von seinen Eindrücken, Erfahrungen und Erkenntnissen:

Bicycle first: Wie Utrecht in den Radverkehr investiert – und dabei spart

In der niederländischen Großstadt Utrecht kommen Radfahrende so schnell nicht aus dem Flow. Wer mit der richtigen Geschwindigkeit unterwegs ist, der radelt bei Dauergrün durch die Metropole. Und wenn nicht, zeigt einem ein rennender Hase, dass man schneller fahren muss, um nicht bei Rot an der Kreuzung warten zu müssen. „Fietsflo“ heißt die Infosäule, die radarbasiert dem Radfahrenden schon 200 Meter vor der Ampel zeigt, mit welcher Geschwindigkeit er bei Grün über die Fahrbahn kommt. Es ist eine der zahlreichen Innovationen für Radfahrende in der 340.000-Einwohner Stadt südöstlich von Amsterdam, im Herzen der Niederlande.

36 hannovercyclechic in Utrecht - Foto von Sascha Priesemann

Foto: Sascha Priesemann

Rund 60 Prozent der Wege im Zentrum Utrechts werden mit dem Fahrrad zurückgelegt. In der gesamten Region, also auch auf dem Land, sind es 25 Prozent. Zum Vergleich: in Berlin werden etwa 13 Prozent der Wege mit dem Rad erledigt. Herbert Tiemens, der so etwas wie der Radverkehrsbeauftragte der Provinz Utrecht ist, führt die enorme Fahrradbegeisterung auf die breiten, komfortablen Radwege zurück, die an den Hauptstraßen konsequent vom Autoverkehr getrennt sind. So können sich auch unsichere Radfahrende und Kinder in der Stadt mit dem Rad bewegen. Zahlreiche Unterführungen und Brücken eigens für Radfahrende sorgen zudem dafür, dass man auf zwei Rädern schnell und zügig vorankommt.

Zum ganzen Artikel auf bikecitizens.net oder direkt zum Film auf Twitter.

Wer jetzt schon Lust bekommen hat in Utrecht Rad zu fahren, bucht eine geführte Tour. Räder können vor Ort geliehen werden. Die auch über die Radinfrastruktur hinaus sehens- und lebenswerte Stadt ist von Hannover aus in drei Stunden mit dem Zug  zu erreichen.

Sascha ist auch Redakteur bei „HannoRad – Der Fahrrad-Zeitschrift des ADFC für die Region Hannover“ (Link zur PDF-Datei der März/Juli-Ausgabe)

Und sogar das Algemeen Dagblad Utrechts berichtete über unseren Besuch:

Deutscher Journalist schaut sich die Augen aus bei den ‚tollen‘ Utrechter Radwegen.

Für die Bewohner Utrechts  ist es die normalste Sache der Welt, aber der deutsche Journalist Sascha Priesemann guckte sich seine Augen aus.

Priesemann ist Mitglied der deutschen Radfahrer-Lobby ADFC und ging letzte Woche mit einer Gruppe für einen Tag per Fahrrad auf Tour um die Stadt zu erkunden. In einem Zeitraffer-Video zeigte er seinen Followern auf Twitter die schönen, komfortablen und breiten Fahrradwege. Großartige und übersichtliche Fahrradinfrastruktur. Kaum Ampeln und jeder scheint sich sehr sicher zu fühlen auf dem Rad, berichtete er dazu.

Im Video ist zu sehen wie der Deutsche Journalist unter anderem über die neue Dafne Schippers Brücke und den Autoarmen Leidseweg radelt.

Gegenüber dem AD (Algemeen Dagblad Utrechts) führte Priesemann über seine Fahrradtour weiter aus. „Im Vergleich mit dem Deutschen Radwegenetz ist das Utrechter enorm sicher. Die Radwege verlaufen getrennt von den Autospuren und dem Gehweg. In Hannover, wo ich herkomme, müssen Radfahrer den Weg oft mit den Fußgängern teilen.“

Als Mitglied der Fahrradlobby fährt Prisemann oft auf Exkursion nach den Niederlanden. „Ihr seid das Vorbild wie es sein müsste. Autoarme Straßen, breite Fahrradwege, grüne Welle. Wir können viel von euch lernen.“

Und wie ist das mit dem Zentrum von Utrecht? Das ist doch manchmal ziemlich unübersichtlich und fast gefährlich?

Priesemann: „Ja das Zentrum ist ein bisschen chaotisch, aber immer noch viel besser als in Hannover und in anderen Deutschen Städten. Es fahren auch fast keine Autos im Zentrum, deshalb ist es dann dort auch viel sicherer“, folglich diesem Deutschen Radfahrer.

(Dank an HC Edelmann für die Übersetzungsarbeit.)

Hier der Artikel in niederländisch auf der Internetseite des Algemeen Dagblad Utrechts.

Die bisherigen Beiträge über Utrecht aus der Reihe „Hannover cycled chic…“:

31 hannovercyclechic in Utrecht - Radweg von Brücke auf Grundschuldach

Zum Abschluss noch ein paar Filme zur Erbauung, für die Hoffnung, zur Motivation zum Schwärmen, und was nicht noch alles…

Mit sehnsüchtigen Seufzer, Eurer hannovercyclechic-o!

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