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LÜFTJE LAGE Für klare Luft in Hannover – HANNOVAIR am 10.06.17 um 12 Uhr auf dem Opernplatz

Atemluft ist ein hohes Gut!

Das Netzwerk

wird am 10.06.17 um 12 Uhr auf dem Opernplatz eine Kundgebung (LINK zur Facebook-Veranstaltung) unter dem Motto

LÜFTJE LAGE - Für klare Luft in Hannover

veranstalten.

Wie in vielen deutschen Städten werden auch in Hannover die gesetzlich vorgeschriebenen Stickoxid-Werte regelmäßig überschritten. Luftschadstoffe stellen eine massive Gesundheitsgefahr für die Menschen dar und führen zu Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Problemen sowie der Beeinträchtigung der Lungenfunktion, insbesondere bei Kindern. Die Hauptquelle der Stickstoffdioxidbelastung in den Städten ist der Straßenverkehr. HannovAIR Connection möchte darauf hinwirken, dass die Stadt Hannover endlich wirksame Maßnahmen zum Schutz gegen die gesundheitsgefährdende Luftverschmutzung einleitet. Saubere Mobilität ist möglich!

Wie es dazu kam:

„Warum tut denn keiner was? Irgendwer muss doch mal anfangen! Das kann doch nicht so schwer sein…“, dachten sich viele im stillen Kämmerlein, im Stau,  im Cafe mit Verkehrslärm oder auch im Mief an einer Durchgangsstraße.

Bis Arne Käthner, Endzwanziger und Historiker, sein Herz in die Hand nahm und uns, die Macher*innen von PlatzDa! ist hannovercyclechic anrief. Eigenlob stinkt zwar. Da es in dieser Stadt aber um die Luftreinhaltung ohnehin nicht gut bestellt ist, kommt es darauf momentan auch nicht mehr an.

Inspiriert durch die Lektüre unseres Blogs juckte es Arne in den Fingern, kratzte es ihn im Hals, verschiedene Initiativen, Verbände, Vereine, Initiativen und engagierte Einzelpersonen zu einem Netzwerk für klare, saubere Luft in Hannover zu vereinen. Mehrere Telefonate folgten, Arne kontaktierte Interessierte und lud zu einem ersten Treffen ein.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Netzwerk HannovAIR Connection war geboren. Mehrere Treffen der Netzwerk-Partner folgten. Die Unzufriedenheit über die Untätigkeit der Stadtverantwortlichen in Politik und Verwaltung in Sachen Luftreinhaltung stieg. Die Idee einer Kampagne namens LÜFTJE LAGE – Für klare Luft in Hannover war mit Hilfe der Agentur Identitätsstiftung gefunden.

Alle Netzwerk-Partner kamen überein, Einzelinteressen zurückzustellen und drei übergeordnete Ziele zu formulieren:

  • Saubere Luft: Wir fordern von der Stadt Hannover Luftschadstoffe effektiv zu reduzieren.

  • Transparenz: Wir haben ein Recht auf Information und Aufklärung über diese Gesundheitsgefahren.

  • Verkehrswende: Wir verlangen die zügige Einleitung einer nachhaltigen Verkehrswende.

Als Vorbild dient das Bürgerbegehren „Sauba sog i. Reinheitsgebot für Münchner Luft des Green City e. V. Wir berichteten bereits in diesem Blogbeitrag über die erfolgreiche Kampagne.

München ist übrigens laut Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe seit dem 16.2.17 auch gerichtlich unter Druck die Luft in der Stadt zu verbessern: Bald saubere Luft für München: Höchstes bayerisches Gericht erklärt: „Es führt kein Weg an Verkehrsbeschränkungen für Dieselfahrzeuge vorbei

Weitergehende Informationen zum Recht auf saubere Luft gibt es bei der Deutschen Umwelthilfe.

Die HannovAIR Connection-Partner werden die übergeordneten Ziele mit ihren eindeutigen Forderungen ergänzen. Das 10-Punkte-Aktionsprogramm aus München gibt einen guten Eindruck, welche Forderungen sinnvoll sind. Die bisherigen Partner:

Wer mitmachen möchte, ruft uns einfach unter 0160-94178780 an oder schreibt eine Mail an hannovair@posteo.de.

So weit — so nicht— so gut… die Atemluft in Hannover. Und so weit bekannt und gar nicht so weit weg: Eine vergleichbare Feinstaub- oder  Stickoxidproblematik gibt es in Städten wie Kopenhagen oder Utrecht nicht!

Unsere Nachbarn haben außerdem erkannt, dass gerade auch wirtschaftliche Gründe für eine Mobilitätswende sprechen.

Mikael Colville-Andersen im Green City-Magazin:

„Für jeden Kilometer, der in Kopenhagen geradelt wird, gewinnt die Gesellschaft 23 Cent. Für jeden Autokilometer dagegen verlieren wir 85 Cent.“

Hier das ganze Interview.

Das Deutsche Institut für Urbanistik gGmbH berichtet:

„Das Fahrrad erspart der Stadt Utrecht 250 Millionen Euro jährlich.“

Der gesamtgesellschaftliche Nutzen des Fahrrades in der 340.000 Einwohner zählenden Stadt Utrecht hätte im Jahr 2015 rund 250 Millionen (735 Euro pro Einwohner) betragen, unter der Vergleichsannahme, dass im diesem Jahr alle Fahrradkilometer mit dem Auto und dem öffentlichen Verkehr zurückgelegt worden wären.

Hier der ganze Bericht.

In Kopenhagen und den holländischen Städten haben die Verantwortlichen mit der Unterstützung und/oder unter dem Druck der Bevölkerung eine Radinfrastruktur geschaffen, die sicher ist und soviel Spaß macht, dass die Menschen ihre Wege in der Stadt mit dem Rad zurücklegen, und den PKW stehen lassen. Und by the way, schuppdiewupp bzw. 40 Jahre später ist die dänische Hauptstadt auch noch eine der lebenswertesten Städte der Welt.

Das sind übrigens keine Fake-News, hier schreibt keine Lügenpresse: Ein paar von uns aus Hannover waren nämlich schon zum Gucken da.

Wir schwören, eure hannovercyclechic-isten!

hannovercyclechic-adfc-fahrradklima-test-logo

Fahrradklimatest des ADFC

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet in diesem Jahr zum siebten Mal statt. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach vier Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.

Teilnehmen können alle Interessierten ist bis zum 30. November 2016 über die Internetseite

www.fahrradklima-test.de.

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hannovercyclechic auszug aus planning guide mdp ansicht kreuzung

Aktuell zur Wahl: Schutz vor Rechtsabbiegern…

…gilt nicht nur in Meck-Pom, sondern auch für Radfahrer an Kreuzungen.

Der Planning Guide des Massachusetts Department of Transportation zeigt eine sichere, separate Radinfrastruktur. Die folgenden Bilder aus dem Planning Guide machen sehr deutlich, welche Vorteile eine gute Sichtbeziehung zwischen Rad- und Autofahrer hat. Die Radwege müssen an an Kreuzungen vom Autoverkehr getrennt sein und genügend Abstand von der Fahrspur der Autos haben.

hannovercyclechic auszug aus planning guide mdp sicht auf radfahrer

Bei direkter Nähe zwischen Rad und Auto droht der „tote Winkel“! Wenn die Bezeichnung nicht so treffend wäre und immer wieder Radfahrer in diesen Situationen ums Leben kommen, müsste hannovercyclechic fast darüber lachen.

Beispiel 1: LKW übersieht beim Rechtsabbiegen Radfahrer an der Hamburger Allee Beispiel 2: 52jährige Radfahrerin auf Marienstraße schwer verletzt Beispiel 3: Frau stirbt durch Rechtsabbieger am Altenbekener Damm Beispiel 4: Radfahrer bei Unfall auf der Hildesheimer Straße schwer verletzt Und das sind nur die in 2 Minuten gegooglte Ergebnisse für Hannover! Gebt mal Berlin/Rechtsabbieger/Unfälle ein…

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hannovercyclechic 160830-die-gruenen-hannover-interdiszplinaeres-radaktionsprogramm

UPDATE zum Gastbeitrag : Eindrücke zum Politischen Forum, Radverkehr in Hannover

Pat Drenske von den Grünen im Rat der Stadt Hannover und Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Sprecher für Umwelt und Energie und Aufsichtsrat der Stadtwerke Hannover AG, (wow, boah ey..) war nicht zufrieden mit der Darstellung der Positionen seiner Partei und übermittelte hannovercyclechic statt Gegendarstellung das Interdisziplinäre Radaktionsprogramm der Grünen (Link zur PDF-Datei). Bis jetzt ist hannovercyclechic ein vergleichbar detailliertes Programm bzw. eine vergleichbar intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Radverkehrsförderung in anderen Parteien dieser Stadt nicht bekannt.

Die hannovercyclechic-eria lässt sich aber gerne eines besseren belehren und veröffentlicht auf Wunsch auch Infos anderer Parteien (außer der Rechtsabbieger, die nicht nur eine wesentliche Gefahr für Radfahrer an Kreuzungen darstellen. Apropos: Der Beitrag ‚Aktuell zur Wahl: Schutz vor Rechtsabbiegern…‘ ist erschienen.)

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hannovercyclechic in der hannorad 2 2016

Politisches Forum zum Radverkehr in Hannover

Der ADFC Hannover Stadt veranstaltet am Montag, 22. August 2016, um 19:00 Uhr ein

Politisches Forum zum Thema „Radverkehrssituationen und -planungen in Hannover“

im Pavillon, Kleiner Saal, Lister Meile 4, 30161 Hannover.

Die gut gemachte aktuelle HannoRad-Ausgabe 2/2106 stellt im Vorfeld des Forums die Positionen der Parteien in Hannover vor. Die  Aussagen reichen von „Der Stand des Ausbaus und Zustand der Radwege ist gut“, ja richtig gehört, das sagt die FDP (wiewolltihrdaüber5%kommen?) und „Rückbau von Verkehrs- und Parkflächen“ der Grünen, die mal wieder die unpopulären, aber für die Gesellschaft so wichtigen Themen (Veggie Day statt übermäßigem Fleischkonsum, Steuererhöhungen statt -erleichterungen, Parkflächenabbau statt Straßenbau) aufgreifen. (wiewolltihrdaüber25%kommen?) Die Positionen der Parteien gibt es online auch hier beim ADFC Hannover Stadt.

Anmeldungen werden von der ADFC-Geschäftsstellenleitung unter a.nyhuis@adfc-hannover.de entgegengenommen.

Nach soviel warmen Worten in der HannoRad, der Mitgliederzeitschrift des ADFC in der Region Hannover, muss hannovercyclechic sich ja auf den Radweg (und sicher nicht auf den Cityradring) in den Pavillon machen, getreu dem Motto der Rubrik: Der Blog, der dahin geht wo ’s wehtut, in der ramponierte Radwege dieser Stadt passend zum Politischen Forum vorgestellt werden.

hannovercyclechic in der hannorad 2 2016

Mehr zu ‚hannovercyclechic in den Medien‘ unter dem Punkt Presse im Hauptmenü.

Um ein bisschen Schelte am Ende kommt aber auch  die HannoRad nicht herum, ist ja schließlich kein Kuschel-Rock, äh…, -Blog hier: Statt einer ausführlichen Berichterstattung über den vermaledeiten City-Radweg (mit Heinzelmännchen als Kennzeichnung), der Radfahrer um die City herum leiten soll, wünscht sich hannovercyclechic-eria lieber Forderungen des ADFC Hannover wie

„Nur ein direkteres Durchfahren der City als bisher verkürzt die Fahrzeit für Radfahrer, bevorzugt die leise und umweltschonende Mobilität und führt zur von der Stadt Hannover gewünschten Erhöhung des Radverkehrsanteil.“

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