4 Mio. € für Ampelschaltungen in Hannover: Vorbild Niederlande?

Mit Vollgas zurück in die Vergangenheit: Der Rat der Landeshauptstadt hat gestern beschlossen, für schlappe 4 Millionen Euro den Autoverkehr in Hannover zu fördern.
Der Artikel in der HAZ dazu.

Kameras und Sensoren sollen „Verkehrsströme“ erfassen und Ampelphasen entsprechend anpassen. Da allerdings nur Autos erfasst werden, bedeutet dies schlicht eine Ausweitung der Bevorzugung des motorisierten Individualverkehrs (MIV). weiterlesen

PlatzDa!-Initiative und HannovAIR Connection: Interview im Deutschen Architektenblatt

Lars Menz, Pressereferent der Architektenkammer Niedersachsen, bat Arne Käthner von der HannovAIR Connection, dem Netzwerk für saubere Luft in Hannover, und Oliver Thiele von der PlatzDa!-Initiative zum Interview in das Laveshaus, dem Sitz der Kammer.

Ironie der Geschichte: Das Laveshaus liegt ausgerechnet am lärmenden und stinkenden Friedrichswall bzw. Cityring, der gemäß hannoverschem Stadtrat längst eine Fahrspur für den motorisierten Verkehr in jede Richtung weniger haben sollte. Die HAZ berichtete bereits 2011 (!!!) im Artikel Der Cityring soll schmaler werden!

Passiert ist bis dato allerdings — nade, rien, niente oder wie der Norddeutsche sagt: NÜSCHT!

Mehr Berichterstattung über die PlatzDa!-Initiative unter Presse

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DER FILM ZUR AKTION: Im Schneckentempo 🐌 und mit Humor 🎄 zur Mobilitätswende in Hannover?

Eine Schnecke und ein Weihnachtsbaum symbolisierten bei unserer „Auf die Plätze, fertig, los…“ -Aktion am 17.12.2106 auf dem Weihnachtsmarkt in Hannover-Linden das Tempo, in dem Hannover seine Mobilitätswende zu einer Umwelt- und Nerven schonenderen Mobilität vollzieht… oder eben auch nicht!

Hier gibt es die Bilder und den Blogbeitrag der amüsanten Aktion im Vorweihnachtstrubel. Aber seht doch einfach selber:

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UPDATE: Freiraumplanung-Masterarbeit an der Universität Hannover zum Lindener Marktplatz

Update: Leider verzögert sich die Masterarbeit aus nicht näher benannten Gründen. Wir werden nicht am Donnerstag,  den 09.02. beim Diskussionsforum „Wie wollen wir leben in unseren Stadtteilen?“ darüber berichten können. Wir wünschen Freya aber selbstverständlich weiterhin viel Erfolg!

Der ursprüngliche Beitrag:

Freya Bergner, Studentin der Freiraumplanung, beschäftigt sich zur Zeit in Ihrer Masterarbeit mit dem Lindener Marktplatz. Betreut wird die Abschlussprüfung von Professor Christian Werthmann am Institut der Freiraumplanung an der Leibniz Universität Hannover.

Die Aufgabenstellung lautet u. a. einen verkehrsberuhigten, mit neuer Nutzung ausgestattenen Stadtteilplatz zu entwerfen. Mögliche Fragen sind „Welche Nutzungen auf der Platzfläche könnte oder sollte es zukünftig geben?“, „Wie wird der Radverkehr sinnvoll über den Platz geführt, damit sich Fußgänger sicher und entspannt bewegen können?“, „Wo und wie erfolgt der Lieferdienst für die Geschäfte und die Anwohner?“.

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UPDATE II: Umgestaltung Wedekindstraße und -platz

Was macht eine Stadt lebenswert? Unter anderem mehr Radfahrer natürlich. Das muss spätestens seit den Erfolgen in Kopenhagen wohl nicht mehr bewiesen werden und weiß bereits jedes Kind,  zumindest die Kinder von den „Lebenswerte Stadt“-Machern dieses Blogs… 😉

Daher an dieser Stelle der Hinweis auf die geplante Neugestaltung der Wedekindstraße in der List in Hannover und die Diskussion darüber. Wer wissen will, wie sichere, schnelle und bequeme Radinfarstruktrur geht, sollte sich diese Filme auf copenhagenize.com angucken und dann weiterlesen.

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PlatzDa! …auch für Senior*innen!?

Am heutigen Dienstag sind die PlatzDa!-Aktivisten auf Einladung von Frau Monika Stadtmüller, der Vorsitzenden der Seniorenbeiräte, beim Gespräch mit den 13 Seniorenbeiräten der Stadt Hannover. (Aufgaben der Seniorenbeiräte)

Über die Einladung haben wir uns sehr gefreut, da uns bewusst ist, dass die Interesssen der Senioren sich mit den Bedürfnissen vieler anderer Stadtbewohner decken.

Die Anwort von Jan Gehl, eines führenden und mittlerweile auf der ganzen Welt tätigen Stadtplaners aus Kopenhagen, im Interview mit dem Magazin brandeins auf die Frage

„Herr Gehl, woran erkennt man die Lebensqualität einer Stadt?“ 

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Gastbeitrag zum Beitrag über Rechtsabbieger…

Folgender Kommentar erreichte die hannovercyclcehic-Redaktion und ist es wert als eigenständiger Beitrag veröffentlicht zu werden.

Zum Hintergrund: In Aktuell zur Wahl: Schutz vor Rechtsabbiegern… wurde der Planning Guide des Massachusetts Department of Transportation vorgestellt. Unser Leser zeigte in seinem Kommentar die Situation in Norwegen auf, wo eine ähnlich intensive Beschäftigung mit dem Thema Radverkehrsförderung durch separate, mehr Raum einnehmende Fläche stattfindet wie in den USA:

„Schöne Broschüre aus Massachusetts! Sie zeigt aus meiner Sicht sehr umfangreich und konsequent, warum eine Separation vom Autoverkehr den Radverkehr fördert und wie logischerweise Radwege auszusehen haben (Trennung vom Auto- und Fußverkehr ab bestimmter Verkehrsmenge, absetzen der Furten an Knotenpunkten für bessere Übersichtlichkeit und Sicherheit, etc.).

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Sommerlochfüllung: Lasst Blumen, äh, Bilder sprechen: Liveable Amsterdam

Pippi in die Augen, bekommt hannovercyclechic, wenn es sich die Vorher-Nacher-Fotos der Liveable-City-Campaign in Amsterdam ansieht.

Deshalb hier auch gar nicht viele Worte, sondern Bilder zum Anregen der Fantasie, wie es bei uns auch aussehen könnte, wenn sich nur die Masse der Menschen durchsetzen würde, die anders: ruhiger, gesünder, solidarischer, autoärmer leben wollen. Ok, shut up, Bilder wie versprochen… Nur noch kurz: Lest die Bücher oder guckt die Filme von Jan Gehl und tummelt Euch auf www.copenhagenize.com und Ihr wisst, wie’s geht…

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hannovercylcechic verkehrskonzept linden-mitte verkehr und radrouten

Sommerlochfüllung: DIY ‚Verkehrskonzept Linden-Mitte‘ TEIL 2

Was bisher geschah auf dem hannovercyclechic-Blog geschah…, das ‚Verkehrskonzept Linden-Mitte‘ TEIL 1 sieht vor

  • ‚Teilung‘ des Stadtteils für den motorisierten Durchgangsverkehr am Lichtenbergplatz
  • Schaffung von Einbahnstraßen, die durch den gewonnenen Straßenraum Radwege zulassen
  • Ausweisung von Anwohnerstraßen mit max. 10 km/h für den motorisierten Verkehr
  • Abpollerung der Straßen auf die Fahrbreite eines Fahrzeugs, um ‚wildes Parken‘ auszuschließen
  • Für Radfahrer durchlässige Straßensperrungen, um Auto-‚Schleichwege‘ zu verringern
  • Anwohnerparkausweise und -Zonen wie in anderen Teilen Hannovers
  • UPDATE: Beitrag auf ‚m Blog zu Autofreien, temporären Spielstraßen und Fortsetzung dazu

Nu, in Teil 2 wird es konkret, also Fette bei die Kette. Im ersten Plan ist die motorisierte Verkehrsführung im Teil-Stadtteil Linden-Mitte dargestellt.

hannovercylcechic verkehrskonzept linden-mitte nur verkehr

Der Lichtenbergplatz bildet das Zentrum des Konzeptes. Sowohl von der Gartenallee als auch von der Wittekindstraße aus kann er angefahren werden, aber nicht mehr durch (!) fahren werden. Ab dem Platz führen Einbahnstraßen den motorisierten Verkehr im Kreis zurück.

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hannovercyclechic sperrung schwarzer baer fuer radwegverbreiterung

UPDATE zum Beitrag: Autospur am Schwarzen Bären entfällt…

Stand der Dinge: Am 27.06.2016 ist die Baustelle am Schwarzen Bären zur Verbreiterung des Fuß- und Radweges auf der stadtauswärts führenden Seite des Capitol-Hochhauses eingerichtet worden. So wie es zur Zeit vor Ort aussieht wird die Rechtsabbiegespur in die Blumenauer Straße nur auf einer Länge von 50m vor dem Capitol und REWE City zurück gebaut. Der Bezirksrat Linden-Limmer hatte auf Antrag der Grünen im Stadtetil die Umwidmung der Autospur auf der gesamten Brückenlänge beschlossen!

hannovercyclechic baustelle schwarzer baer fuer radwegverbreiterung

Die Chance, eine Autospur über die gesamte Brückenlänge in einen asphaltierten, 2,50 breiten, baulich vom MIV getrennten Radweg nach Kopenhagener oder niederländischem Vorbild umzuwandeln, ist damit leider vertan. Der Bezirksrat Linden-Limmer hatte wie erwähnt mehrheitlich für diese Lösung votiert, die Verwaltung aber dagegen votiert. Die Autos könnten sich auf die Kreuzung Gustav-Bratke-Allee/Humboldstraße zurückstauen. Als wenn das die einzige Kreuzung wäre, an der sich durch den überbordenden Autoverkehr, one (Wo-) man in one car, der Verkehr staut. Da fragt sich hannovercyclechic ernsthaft wer hier im Ländle oder besser im Städtle das Sagen hat, die gewählten Politiker oder die Verwaltung.

Vgl. auch Banane, Nane, Nane, Du alte Frucht ich pell‘ Dich!?  Was wird die Verwaltung als Argument vorbringen, wenn der Bezirksrat Linden-Limmer beschließt, dass die Parkplätze auf dem Lindener Markt unter den Bäumen entfallen sollen. Gespannt und gebannt abwartend…, auch was auf der stadteinwärts führenden Seite vor dem ‚Harp‘ getan wird, wo die Situation nur etwas weniger desaströs ist:

(Kinder, wie die Zeit vergeht! und mehr zur Vorgeschichte im Beitrag: Schwarz, schwärzer, am schwärzesten Quelle der Grafiken: Blog von Daniel Gardemin)

Hier der Beitrag vom 6. Februar 2016 in voller Länge:

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