Bericht von der Podiumsdiskussion „Wie wollen wir leben in unseren Stadtteilen?“ ist online

Dirk Hilbrecht, ehemaliges Mitglied des Stadtrates Hannover für die Piraten, hat dankenswerter Weise bereits einen Beitrag auf seinem Blog über die gestrige Veranstaltung veröffentlicht:

Ein Abend der kognitiven Dissonanz: Po­di­ums­dis­kus­si­on der Platz­Da!-Initiative zum Lin­de­ner Markt­platz

Vielen Dank für den tollen Bericht! Das Fazit des Abends im Beitrag von Dirk lautet:

„Initiativen wie PlatzDa! müssen […] wirkliche Forderungen an Politik und Stadtgesellschaft formulieren.“

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Voll war es im GIG-Saal mit engagierten Zuhörern                   Foto: Helge Krückeberg

Haben wir schon, Dirk, und haben wir auch schon wieder vor, und zwar bei unserem nächsten

PlatzDa!-Treffen am 16.02.2017 um 19.30 in der Nieschlagstraße 26

Nachdem Daniel Gardemin gestern Abend auf dem Podium zugesagt hat, dass die Grünen Linden-Limmers einen Antrag im Bezirksrat einbringen werden, der u. a. den Entfall der Parkplätze unter den Bäumen auf dem Lindener Markt zum Inhalt hat, sind unsere nächsten Aktionen an anderen Orten im Stadtteil — in einer Straße, einer Kreuzung oder beides — angedacht.

Welche selbst schon engagierten Anwohner oder welche bereits in den Startlöchern stehende Anwohnerinitiative in Linden möchte mit uns gemeinsam ihre Umgebung schöner machen?

Wir haben Lust, Engagement, und Erfahrung und Finanzmittel, Fotografen, Kameraleute, Tischler, Grafiker, Künstler,  Designer, die mitmachen! und viele weitere Unterstützer, Kontakte, Erfahrungen usw.

Worum geht es also und vor allem wie geht es also:

1. Es geht darum: Was stört die Entwicklung lebenswerter Straßen und Plätze?

  • Zuviel Durchgangsverkehr
  • zu hohe Geschwindigkeiten des motorisierten Verkehrs
  • gefährliche Situation für Kinder, Senioren und alle anderere Fußgänger (und Radfahrer) an Kreuzungen und Straßen
  • zu wenig Platz zum Begegnen, Verweilen, Spielen
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Ein Möbel zum Sitzen wie von ZUSAMMEN  GESTALTEN, ohne gleich einen Kaffee oder ein Bier bestellen zu müssen, auf dem Lindener Markt wär toll                      Foto: Helge Krückeberg

2. Und darum: Wie sind die unter 1. genannten Probleme in den Griff zu bekommen?

Entscheidend sind in erster Linie bauliche, machbare (!) Veränderungen wie

  • Aufplasterungen
  • Fahrradstraße
  • „Berliner Kissen“
  • „Kölner Teller“
  • Schwellen
  • Einbahnstraßen
  • Abpollerungen, Sitzgelegenheiten und Fahrradständer
  • Fahrbahnverengungen
  • Zebrastreifen
  • Umwidmung von Parkplätzen in Radabstellplätze, z. B. vor Mehrfamilienhäusern mit vielen Kindern
  • Simulation Bewohnerparkzone
  • Dead End-Street wie in Holland, durch die nur Fußgänger und Radfahrer gelangen können
  • Aufweitungen der Bürgersteige zum sicheren Überquerungen der Straßen etc.

3. Und darum, wie mögliche Veränderungen sichtbar gemacht werden können!

Zunächst natürlich durch das Engagement vieler Menschen vor Ort, aber unbedingt durch

  • Temporäre Möbel
  • Sprühkreide, mit der die gewünschten Veränderungen wie Fahrbahnverengungen etc. auf die Straße gesprüht werden
  • Kuscheltier-Poller, die stellvertretend für den Raum, den unsere Kinder in der Stadt brauchen, stehen
  • symbolische Fahrbahnverengungen mit Grünpflanzen
  • zeitweißes Abstellen von Fahrrädern auf Parkplätzen
  • Federballspielen auf der Straße, wenn kein Auto kommt
  • symbolische Straßensperrungen zur Vermeidung des Durchgangsverkehres
  • Fahrradflashmob
  • usw. usf.
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Prof. Heiner Monheim, Mikro in der Hand,  auf dem Podium, mit Ein- und Ausblicken seiner langjährigen Tätigkeit für eine lebenswerte Stadt     Foto: Helge Krückeberg

4. Und darum: Mit Spaß und Humor medienwirksam, effektiv und professionell zu sein.

  • professionelle Fotos der Aktion… Check, kann die PlatzDa!-Initiative
  • finanzielle Unterstützung von Stiftungen, über Crowdfunding etc. einwerben… Check, kann die PlatzDa!-Initiative
  • inspirierender Film der Aktion… Check, kann die PlatzDa!-Initiative
  • Nutzung der Sozialen Medien… Check, kann die PlatzDa!-Initiative
  • Rumerzählen im Stadtteil… Check, kann die PlatzDa!-Initiative
  • Kontakte zur Presse nutzen… Check, kann die PlatzDa!-Initiative
  • Mitstreiter im Bezirksrat ansprechen… Check, kann die PlatzDa!-Initiative

5. Und darum, Erfolge zu erzielen:

Damit die Beteiligten, Engagierten und alle anderen Menschen im Stadtteil sehen, dass Veränderungen auch „vor Ihre Haustür“ möglich sind.

Ein Beispiel? Auf Betreiben der PlatzDa!-Initiative ist ein Antrag für eine sichere Kreuzung im Stadtteil gestellt und bewilligt worden:

  • Antrag im Bezirksrat stellen, so wie hier: www.e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/15-0775-2016
  • sich über die einstimmige Entscheidung im Bezirksrat freuen, siehe erstes Bild der Galerie unten
  • und sich auf die (wenn auch nicht voll umfängliche) Umsetzung durch die Verwaltung freuen, siehe Bild zwei und drei der Bilder-Galerie

Das große Rad werden wir vielleicht nicht drehen können, aber dass „kleine“ Erfolge nach und nach, Menschen motiviert weiter- und mitzumachen und unser Engagement Wirkung zeigt… in der Stadtgesellschaft, in der Presse, in der Politik, im Stadtteil, in den Köpfen der Menschen und auf den Straßen und Plätzen ist großartig!

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Am Schluss gab es Blumen, natürlich von Radkurieren                     Foto:  Helge Krückeberg

Also pack mas, denken sich Eure PlatzDa!-Hirsche und Hirschkühe

LOL!

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Ein Gedanke zu “Bericht von der Podiumsdiskussion „Wie wollen wir leben in unseren Stadtteilen?“ ist online

  1. […] in unseren Stadtteilen (und Städten)?“. Mehr bei der >> Ankündigung – >> Bericht PlatzDa! – Bericht >> Bericht […]

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