PlatzDa! ist hannovercyclechic Verkehrstote

Linktipps der Woche #4 2017: Diesel(n) wir uns alle weiter ein?

Liebe Bundesregierung, liebe Ministerpräsident*innen, liebe Oberbürgermeister*innen, liebe Bezirksbürgermeister*innen, liebe Abgeordnet*innen,

haben Sie schon mal im Grundgesetz in Artikel 2 Absatz 2 reingeschmökert?

„Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.“

Weiter heißt es: „In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.“

Da stellt sich uns die Frage, ob eigentlich schon ein Gesetz auf Überschreitung der Stickoxidwerte in unseren Städten erlassen wurde?

Apropos Gesetze: Die Städte in Deutschland werden — wie aktuell in München — erfolgreich verklagt zur Luftreinhaltung auch Fahrverbote zu erlassen.

Dazu unsere „duftenden“ Linktipps der Woche #4 2017:

Und was passiert in good, old(school) Hangover?

Protestmail an Dobrindt

Schreiben Sie eine Protestmail an Verkehrsminister Dobrindt!

Nischt, niente, rien, nada, nothing…

Landesverkehrsminister Olaf Lies von der SPD winkt bei Fahrverboten mit der Bemerkung „Das sei völlig lebensfremd“ erwartungsgemäß ab. Schließlich vertritt seine Partei unter anderem die gut verdienenden Industriearbeiter bei VW und fürchtet sich wie so oft, nicht als wirtschaftsfreundlich genug wahrgenommen zu werden. Gesundheit, pah, sollen sich doch andere drum kümmern!

Und Stefan Wenzel, immerhin grüner Umweltminister zwischen Harz und Heide? Sein O-Ton gegenüber dem NDR: „Ich halte nichts von Fahrverboten“. Würde Herr Wenzel ergänzen: „Und ein klitzekleines Atomkraftwerkchen finde ich auch gar nicht mehr so schlimm wie früher“, wären wir schon gar nicht mehr überrascht. Von wem will Herr Wenzel eigentlich zukünftig gewählt werden? Von überzeugten Grünen sicher nicht!

Sparen wir uns die Positionen der übrigen Parteien auf ’s Korn, den Fahrradgepäckträger oder gar ärgerlich mit in ’s Bett zu nehmen… Drucken wir lieber einen an die HAZ gerichteten, aber — irgendwie auch wieder keine Überraschung — nicht abgedruckten Leserbrief ab, der uns passend zum Thema erreichte:

„AUS DER TRAUM VON MUTIGER POLITIK

Dass die Landesregierung nun zurückrudert und ihre Zustimmung im Bundesrat als ‚Panne‘ bezeichnet ist ein Armutszeugnis.

Ein Verbot für Verbrennungsmotoren – ab dem Jahr 2030 – ist laut Landesverkehrsminister Olaf Lies „abwegig.“ Eine solche Einschätzung kann man nur als weiteres Zugeständnis gegenüber der landeseigenen Automobilindustrie verstehen. Dabei wird auf die angebliche „Innovationskraft“ der Industrie verwiesen, die auch ohne Verbote zukunftsfähige Technologien entwickeln würde. Tatsächlich?
Von wegen.

Dass die deutschen Autobauer im Bereich Elektromobilität hinterherhinken dürfte eindeutig sein. Eine neue Plattform für ein Elektroauto von VW steckt noch immer in der Entwicklung. Das geht selbst der Deutschen Post zu langsam, die mittlerweile ein eigenes Fahrzeug entwickelt hat.

Aber wen wundert’s? Warum sollte ein Manager heute die notwendige Transformation des Unternehmens vorantreiben, solange er mit dem entgegengesetzten Trend – spritfressenden SUVs – satte Gewinne machen  kann? Warum sich um mögliche strengere Regelungen scheren, die erst in ferner Zukunft in Kraft treten, wenn er längst seinen ‚wohlverdienten‘ Ruhestand genießt?

Wer kennt das nicht aus Studium oder Beruf: Manchmal braucht man einfach Deadlines um die Dinge fertig zu kriegen! Die vielgescholtenen Verbote können also durchaus Innovationstreiber sein!

Dass eine mutige und fortschrittliche Politik möglich ist, zeigt ausgerechnet der Ölexporteur Norwegen. Dort werden E-Mobile seit Jahren erfolgreich gefördert und vor allem in die nötige Infrastruktur investiert. Bereits bis 2019 soll der Innenstadtbereich der Hauptstadt Oslo komplett autofrei sein und ab 2025 keine neuen Benzin- und Dieselfahrzeuge zugelassen werden. Es ist also keinesfalls unmöglich; nicht „abwegig“ wie Verkehrsminister Lies meint, sondern möglich – und nötig!“

Macht ’s gut, macht ’s nach, macht ’s besser…

Wir gehen zum Abreagieren jetzt erst mal Fahrrad putzen und die Ketten ölen, Eure PlatzDa! ist hannovercyclechic-Chronist*innen

Eine Frage an Herrn Kehlich von der SPD

Wir formulieren in dieser Reihe Vorschläge, Ideen, Anregungen an die vier baupolitischen Sprecher*innen, die wie wir an der Veranstaltung Plätze, Parks und Co. am 30.01. im Pavillon in Hannover teilnehmen.

 

Herr Kehlich, wie kann der ÖPNV für die Menschen attraktiver werden?

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UPDATE: Plätze, Parks und Co. and GO!

Dirk Hillbrecht, Pirat und ehemaliges Mitglied des hannoverschen Stadtrates, hat die Veranstaltung Plätze, Parks und Co. – Freiräume in der Stadt treffend in einem Beitrag auf seinem Blog zusammengefasst.

Zitat aus dem Beitrag von Hillbrecht:

„Oli­ver Thie­le vom PlatzDa!-Projekt be­rich­te­te, wie auch tem­po­rä­re Än­de­run­gen von Raum­nut­zun­gen nach­hal­tig wir­ken kön­nen: Im Som­mer 2016 hat er das „Be­spie­len“ des Lin­de­ner Markt­plat­zes or­ga­ni­siert: Zeit­li­ch cle­ver auf das En­de des sams­täg­li­chen Wo­chen­mark­tes ab­ge­stimmt ha­ben er und Dut­zen­de Mit­strei­ter den Markt­platz als Spiel- und Be­geg­nungs­platz be­nutzt, so­dass er für ein paar Stun­den nicht als Au­to­park­platz ge­nutzt wer­den konn­te. Aus die­sen zeit­li­ch be­grenz­ten Ak­tio­nen hat si­ch mitt­ler­wei­le ei­ne stadt­teil­wei­te Dis­kus­si­on um die Nut­zung des Lin­de­ner Markt­plat­zes und das Ver­kehrs­kon­zept ins­ge­samt ent­wi­ckelt – Aus­gang of­fen.“

Unser Fazit:

Mehr Bürgerbeteiligung, weniger Autos auf den Stadtteilplätzen und mehr #PlatzDa! für die Menschen waren die Aussagen sowohl der meisten Zuschauer, Experten als auch der teilnehmenden Vertreter der eingeladenen Initiativen.

Hier folgend unser Vorbericht zu der Veranstaltung:

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hannovercyclechic 160830-die-gruenen-hannover-interdiszplinaeres-radaktionsprogramm

UPDATE zum Gastbeitrag : Eindrücke zum Politischen Forum, Radverkehr in Hannover

Pat Drenske von den Grünen im Rat der Stadt Hannover und Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Sprecher für Umwelt und Energie und Aufsichtsrat der Stadtwerke Hannover AG, (wow, boah ey..) war nicht zufrieden mit der Darstellung der Positionen seiner Partei und übermittelte hannovercyclechic statt Gegendarstellung das Interdisziplinäre Radaktionsprogramm der Grünen (Link zur PDF-Datei). Bis jetzt ist hannovercyclechic ein vergleichbar detailliertes Programm bzw. eine vergleichbar intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Radverkehrsförderung in anderen Parteien dieser Stadt nicht bekannt.

Die hannovercyclechic-eria lässt sich aber gerne eines besseren belehren und veröffentlicht auf Wunsch auch Infos anderer Parteien (außer der Rechtsabbieger, die nicht nur eine wesentliche Gefahr für Radfahrer an Kreuzungen darstellen. Apropos: Der Beitrag ‚Aktuell zur Wahl: Schutz vor Rechtsabbiegern…‘ ist erschienen.)

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hannovercyclechic haz dieselauto verbot in hannover

Sommerlochfüllung: Reportage am Sonntag: ‚Fahrverbot ab Montag…

…in Hannover‘, könnte nächstes Jahr in der HAZ stehen!

Bei 77.000 Kindern in Hannover, siehe Sozialbericht der Stadt Hannover 2013, machen sich die etablierten Parteien CDU und SPD, ‚hannovercyclechic-gefühlt‘ der vorsätzlichen Körperverletzung an gerade den Schwächsten unserer Gesellschaft schuldig, wenn die Stickstoffdioxidwerte (siehe Bericht in der HAZ) nicht verringert werden!! Krass formuliert, aber nicht ganz unwahr, oder?

hannovercyclechic haz stickstoffdioxidwerte

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OB herzt hannovercyclechic. Und sie bewegt sich doch,…

…nein, in diesem Fall ist nicht die Erde gemeint, sondern die gute, alte Tante SPD! Böse Zungen behaupten ja die Voksparteien hätten die Reaktionszeit einer Wanderdüne, wie ein hannovercyclechic-o der frühen Stunde beim sonntäglichen Brötchen holen hannovercyclechic mit auf den Nachhauseweg gab.

Apropos frühe Stunde: Nicht nur der S. Bird alias Berberbeard fängt den frühen Wurm auch unser Oberbürgermeister Stefan Schostok gab sich am Sonntagmorgen ausgeschlafen und herzte einen Beitrag von hannovercyclechic bei Twitter, dem Dienst mit dem Vogel. Die Firma dankt!

In mehreren Beiträgen äußern sich Anwohner des Lindener Marktes auf dem Blog und im Block, warum sie sich einen autofreien Lindener Markt wünschen:

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Was fehlt zur Lebenswerten Stadt, EDELurbanGARDening BUHLMAHN!?

Liebe Genossin Edelgard Buhlmahn,

mit Freuden und Erwartungen hat hannovercyclechic in der HAZ vernommen, dass Du den Vorsitz des Vereins ‚Lebendiges Linden‘ übernommen (und Dich damit hoffentlich nicht desgleichen, oder heißt es desselben?) hast. ACHTUNG, ACHTUNG… Auf ‚Über diese Webseite‘ gibt’s das hannovercyclechic-‚Manifest‘: Politiker hört die Signale!

hannovercyclechic haz buhlmann verein lebendiges linden

hannovercyclechic hofft jedenfalls, dass das ‚lebendig‘ im Vereinsnamen Programm ist und/oder wird und die Menschen und vor allem Kinder Förderung und Unterstützung im Stadtteil erfahren, die sind nämlich ziemlich lebendig, wenn sie den Platz dafür haben. Konzepte gibt’s bereits: ‚Linden als lebenswertes, autoarmes Quartier der Zukunft‚.
Überflüssig zu erwähnen, dass Autos nicht lebendig und das Gegenteil von Platz sparend sind, oder? (min. 1.500kg bewegen ca. 100kg Mensch auf 7,5m²)
Nee, leider nicht, sonst würden nicht alle Straßen und Plätze im Stadtteil von Autos überquellen und nur Poller (mal reinlesen, Genossin: ‚Ein Plädoyer für Poller‚) Wirkung erzielen.

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