hannovercyclechic-er- standard von radwegefurten in hannover

hannoverCYCLCE ‚Better in the Block‘ #9: Neuer Standard bei Radwegfurten?!

hannovercyclechic schwante schon während der Bauphase, dass die Stadt Hannover am Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg etwas Großes vollbringt. Konnte es aber gar nicht glauben und fuhr regelmäßig an der Baustelle vorbei, um zu lunsen.

Und dann irgendwann war klar: Hannover ist in der Lage, dem Radverkehr eindeutig und dazu noch mit baulichen Maßnahmen — fast schon nach niederländischem Vorbild — Vorrang einzuräumen. Respekt und Applaus von der ganzen hannovercyclechic-eria!

Die Bildergalerie zeigt die neue Radwegefurt an der Gilde Parkbühne bzw. der Swiss Life Hall. Sicherheit und Komfort entstehen für Radfahrer und Fußgänger durch folgende gut gemachte, bauliche (!) Lösungen:

  • Die Straße ist auf eine Fahrspur verengt und damit müssen Autos Geschwindigkeit reduzieren oder warten bis der Gegenverkehr durchgefahren ist.
  • Der Fuß- und Radweg ist höher gelegt. Die Autos müssen eine „Rampe“ hochfahren.
  • Der Bürgersteig ist mit Barken gesichert, so dass Fußgänger geschützt am Übergang stehen können
  • Der Radweg ist über die Straße hinweg durchgehend asphaltiert.

Aber wir wären sicher nicht Eurer Lieblingsblog oder „Everybody ’s Darling“ in der städtischen Verwaltung, wenn wir es nicht wieder noch ein bisschen besser wüssten. Oje, Besserwisserei kommt gar nicht gut an, also ist nur Spaß!

hannovercyclechic-er- standard von radwegefurten in hannover

Jetzt muss sich das Durchhaltevermögen der Stadtverantwortlichen nur noch an anderen Stellen des Radwegenetzes beweisen. Dann trinken wir Brüderschaft mit Herrn Bodemann, flicken Herrn Schostok auch gerne mal den (Fahrrad-) Reifen oder nehmen Herrn Engelke von der FDP auf den Gepäckträger, wenn er auf dem Weg zum Kunden im innerstädtischem Stau feststeckt.

Was fehlt also für den Fahrrad-Himmel oder um eben nicht in denselben zu kommen?

  • Parkende Fahrzeuge links und rechts vor der Furt müssen mit Pollern o. ä. unbedingt vermieden werden, damit auch schneller kreuzende Radfahrer von den Autofahrern rechtzeitig gesehen werden.
  • Ein seitlicher Durchlass gibt Radfahrern einen Tempovorteil,  wenn sich die Autos an der Fahrbahnverengung stauen. Radfahrer, die auf dem Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg parallel zum Autoverkehr unterwegs sind, haben so die geringste Kollisionsgefahr mit Fahrzeugen und last but not least sie atmen hinter den Autos stehend weniger Schadstoffen ein.
  • Die Radinfrastruktur ist durchgängig rot eingefärbt, um eindeutig zu zeigen, an welcher Stelle Fußgänger bzw. Radfahrer den Übergang benutzen sollen.
  • Haifischzähne weisen wie in Holland auf die „Rampe“ und die erforderliche Geschwindigkeitsreduzierung hin
  • Der seitliche Durchlass ist mit einem Zebrastreifen versehen, so dass Fußgänger an dieser Stelle gegenüber den Radfahrern „vorfahrtsberechtigt“ sind.

Ein Stoppschild ist bei Berücksichtigung aller vorgenannten Punkte gar nicht mehr nötig und lässt den motorisierten Verkehr leichter fließen, wenn keine Radfahrer oder Fußgänger in Sicht sind. Im Gegensatz dazu müssen an einer Ampel sowohl Radfahrer als auch Autofahrer bei Rot immer anhalten. Egal, ob an anderer Verkehrsteilnehmer den eigenen Weg kreuzt.

So sah der Übergang vor der Sanierung aus:

Den maroden Zustand des Radweges entlang der Ihme und den Weg dort hinunter, haben wir in dem Beitrag Der Blog, der dahin geht wo ’s weh tut… #1 betrachtet.

hannovercyclechic Splitt und Schotter-Radwegübergang

Über mögliche weitere Stellen für gesicherter Übergänge, eine davon gar nicht weit von dem Vorzeigeprojekt entfernt, haben wir in unserer Reihe hannoverCYCLE ‚Better in the Block‘ bereits berichtet: #4 Nicht ‚Lust auf Fahr­rad‘, eher ‚Frust aufm Fahr­rad!‘

hannovercyclechic stop-and-go-furt stadionbrücke

Kennt Ihr weitere Stellen für Radwegfurten? Lasst sie uns als Kommentar zu diesem Beitrag wissen oder noch besser macht Fotos und schreibt einen Gastbeitrag auf dem Blog.

Bilder zu gut geplanter Radinfrastruktur gibt es in dem folgenden Beitrag: Schutz vor Rechtsabbiegern

hannovercyclechic auszug aus planning guide mdp ansicht kreuzung

Im Gastbeitrag zum Beitrag über Rechtsabbieger… werden Radwegfurten und Fahrbahnverengungen anhand eines Planning Guide des Massachusetts Department of Transportation erläutert.

hannovercyclcechic-fahrbahnverengung-und-seitliche-radwegefurten-in-oslo

Und zu guter Letzt zeigt ein Film im Beitrag Wie sichere Radinfrastruktur, inklusive Kreisverkehr, geht!

Genug der Worte, wir müssen zur Auflockerung erst mal ne Runde mit dem Rad durch den Wald drehen, Ihre und eure kleinen hannovercyclechic-Heinis (Strößenreuthers) von Hannover

PlatzDa! ___Pömpel und Pedale___ für mehr Sicherheit

„Pömpel und Pedale“ Eine PlatzDa!-Aktion für mehr Sicherheit, 13.05.2017, 16 Uhr, Falkenstraße

Was bringt Menschen – Kinder, Senioren, Ungeübte – dazu sich in der Stadt auf ’s Fahrrad zu setzen?

Eine SICHERe, SCHNELLe und BREITe Radinfrastruktur wie die Beispiele Holland, Dänemark, aber inzwischen auch – surprise, surprise – die USA zeigen!

PlatzDa! ist mit Pömpel am Radfahrstreifen

Lies diesen Beitrag dazu und trag Dich bei der Facebook-Veranstaltung ein, damit andere sehen, dass Du die Idee einer freien und sicheren Radinfrastruktur unterstützt.

Das Stichwort heißt „PROTECTED BIKE LANES“ oder im Amtsdeutsch: Baulich vom motorisiertem Individualverkehr getrennte Radwege…

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hannovercyclechic Protected Bike Lane auf der Falkenstraße

#2 Kundenfreundliche und umsatzstarke Falkenstraße? Die Umsetzung!

Nach dem Beitrag #1 Kundenfreundliche und umsatzstarke Falkenstraße? DIE IDEE hier der Vorschlag für DIE UMSETZUNG: 

Die Parkplätze werden auf beiden Seiten der Straße in Protected Bike Lanes umgewidmet. Die frei werdende Fläche wird asphaltiert, durchgängig rot eingefärbt und mit Pollern, Bordsteinen o. ä. baulich vom motorisierten Verkehr getrennt.

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hannovercyclechic baustellen in linden-mitte mehr lebensqualität (3)

#1 Kundenfreundliche und umsatzstarke Falkenstraße? DIE IDEE

Ein Artikel auf einer unserer neuen Lieblingsseite: www.fastcoexist.com aus den USA über Protected Bile Lanes „fits perfectly“ zu lange gehegten Gedanken über den Umbau der Falkenstraße in Hannover-Linden.

Zwei weitere Beiträge zur Falkenstraße werden folgen:

Der Artikel „Want to make Money? Build a business on a bike lane“ (siehe auch die Übersetzung weiter unten) betrachtet die wirtschaftlichen Auswirkungen von baulich vom Autoverkehr getrennten Radwegen an lokalen Einkaufsstraßen. Hier das vorweggenommene Ergebnis:

„Lokale Läden an einer geschützten Radspur haben eine Umsatzsteigerung von 49% verzeichnet.“

Hier nun der übersetzte Artikel:

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Make the RADWEG great again: Lastenrad-Linktipps #3 2017

Liebe Spediteure, liebe Lieferanten, liebe Onlinebesteller, liebe Einzelhändler, liebe Post, liebes Verkehrsministerium, liebe Frau Hendricks, liebe Start-Ups,

es ist so klar wie Kloßbrühe, Lastenräder werden den Transport in den Städten revolutionieren. Und das nicht, weil es „Öko“, „Hipster-mäßig“oder „Political correct“ ist.

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Update III: Umgestaltung Wedekindstraße und -platz

Das Papier der B.I.U. zur Umgestaltung der Wedekindstrasse (PDF) schlägt Verbesserungen für Radfahrer und Fußgänger an der städtischen Planung vor, die mit der Zukunftsvsion Lebenswerte Stadt der PlatzDa!-Initiative übereinstimmen:

Der Vorschlag der Stadt Hannover

Der Vorschlag der Stadt Hannover mit Schutzstreifen, auf denen Radfahrer gefährdet werden, buh!

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Interview: Das Ihme-Zentrum als Teil einer besseren Verkehrsinfrastruktur

Constantin Alexander vom Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum hat Oliver Thiele von unserer Initiative zu den PlatzDa!-Visionen zum Ihmezentrum befragt.

Hier ein paar Auszüge:

[…] Welche Rolle spielt das Ihme-Zentrum für eine bessere (Verkehrs-) Infrastruktur?

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